Ein 18-jähriger Schweizer kämpft im Unfallkrankenhaus Berlin um sein Leben. Der junge Mann aus der französischsprachigen Schweiz erlitt beim verheerenden Feuer in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana schwere Verbrennungen an Gesicht und Händen. Am Montag wurde er operiert und in ein künstliches Koma versetzt. Seine Eltern sind auf dem Weg in die Hauptstadt.
«Der 18-Jährige habe schwere Verbrennungen an Gesicht und Händen erlitten, er befinde sich dementsprechend in einem lebensbedrohlichen Zustand», teilte eine Kliniksprecherin mit. Zusätzlich zu den äußeren Verletzungen hat der Patient ein Inhalationstrauma - seine Atemwege und Lungen wurden durch heiße Gase geschädigt.
Die Ärzte entfernen verbrannte Hautareale und transplantieren Haut von unversehrten Körperstellen. «Es ist aufwendig, es ist personalintensiv», erklärte Leila Harhaus-Wähner, Direktorin der Klinik für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie, der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Teams arbeiten im Operationssaal. «Das ist bei den Verbrennungspatienten tatsächlich in der Regel immer so», so Harhaus-Wähner weiter.
Feuer forderte 40 Tote
Das Feuer ereignete sich in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" des Schweizer Wintersportorts. 40 Menschen starben, 119 wurden verletzt - darunter mehr als 70 Schweizer sowie Franzosen, Italiener und Serben. Deutsche Opfer sind bisher nicht gemeldet. Die jüngste Tote war nach Polizeiangaben eine 14-jährige Schweizerin.
Nach ersten Ermittlungen lösten Sprühfontänen auf Champagnerflaschen den Brand aus. Die Funken entzündeten Schaumstoff an der Decke, das Feuer breitete sich rasend schnell aus.
Schweizer Kliniken am Limit
Fast die Hälfte der 119 Schwerverletzten muss ins Ausland verlegt werden. Die Schweiz verfügt nicht über ausreichende Kapazitäten für die Langzeitbehandlung so vieler Brandopfer. Bis Sonntag sollen 50 Patienten transferiert werden - nach Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien. Neben Berlin nehmen in Deutschland Kliniken in Ludwigshafen, Stuttgart, Tübingen, Bochum und Köln-Merheim Patienten auf.
«Das ist wahrscheinlich für jedes Land eine Überforderung», sagte Prof. Matthias Roth-Kleiner, medizinischer Direktor des Universitätsspitals Lausanne, gegenüber RTL. Am Universitätsspital Lausanne werden 22 Schwerverletzte behandelt - 14 auf der Intensivstation, acht auf der Kinder-Intensivstation. Sie alle befinden sich in kritischem Zustand.
Wochen auf der Intensivstation
«Die Patienten sind im zehn- bis 15-Minutentakt angekommen», berichtete Roth-Kleiner im RTL-Interview. «Es sind mehrere Patienten, die großflächige Verbrennungen haben.» Sie benötigen intensive Betreuung: «Pflegerisch müssen ein bis zwei Pflegende pro Patient am Bett sein, um entsprechende Maßnahmen zu gewährleisten.»
Die Behandlungsdauer hängt vom Ausmaß der Verbrennungen ab. «Man spricht so etwa pro Prozent Verbrennungsoberfläche, großflächig tiefgreifenden Verbrennungsfläche, von einem Tag Hospitalisation auf einer Intensivstation. Also für 50 bis 60 Prozent sprechen wir von zwei Monaten», erklärte Roth-Kleiner.
Für den 18-Jährigen in Berlin rechnen die Ärzte mit etwa zwei Wochen Intensivstation, danach weiterer Behandlung auf der Normalstation. Eine Rückkehr in die Schweiz erwarten sie in vier bis sechs Wochen. «Insgesamt ist die Situation natürlich weiterhin kritisch», sagte Harhaus-Wähner der Deutschen Presse-Agentur.
Die transplantierten Hautareale bleiben lebenslang und können Probleme bereiten. «Er wird immer gezeichnet sein dadurch», so die Ärztin.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

1 dzień temu