Die Verteidiger der Bar-Betreiber Jacques und Jessica Moretti haben sich erstmals öffentlich zu den schweren Vorwürfen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana geäußert. 18 Tage nach der Silvesternacht, in der 40 Menschen in der Bar "Le Constellation" starben und 116 teilweise schwer verletzt wurden, liefern die Anwälte Erklärungen zu zentralen Ermittlungspunkten: fehlende Videoaufnahmen, verschwundene Social-Media-Profile und die Kontroverse um verschlossene Notausgänge.
Im Zentrum der Ermittlungen stehen fehlende Überwachungsvideos aus der Tatnacht. Die Aufnahmen der Kamera sind nur bis 1.23 Uhr verfügbar - drei Minuten später brach das tödliche Feuer aus. Bar-Betreiber Jacques Moretti erklärte bereits bei seiner ersten Befragung am Neujahrsmorgen: «Zu diesem Zeitpunkt hat sich das System aufgehängt. Ich kann es nicht mehr zurücksetzen.» Die Staatsanwaltschaft Wallis ermittelt weiter zu den Umständen des Ausfalls.
Auch zum Verschwinden sämtlicher Social-Media-Profile und Google-Einträge der Bar kurz nach dem Brand äußerte sich die Verteidigung nun. Anwältin Nicola Maier sagte dem Schweizer Rundfunk SRF: «Die sozialen Netzwerke wurden nie gelöscht. Der Zugang wurde gesperrt, damit die Ermittlungen in aller Ruhe unter der Aufsicht der Justiz durchgeführt werden konnten.»
Heftig umstritten ist die Frage nach funktionierenden Notausgängen. Eine Servicetür im Erdgeschoss war zum Zeitpunkt des Brandes verschlossen. Der Notausgang im Untergeschoss sei hingegen «mit einem Panikgriff ausgestattet» gewesen und habe nicht verschlossen werden können, so Maier zu SRF. Auf die Frage zu einem Foto, das angeblich einen blockierten Notausgang zeige, antwortete sie: «Nein, das glaube ich nicht.»
Hintergründe zur Katastrophe
Das Feuer brach in der Silvesternacht gegen 1.30 Uhr im Untergeschoss der Bar aus. Funkensprühende Party-Fontänen entzündeten Schaumstoff an der Decke, der zur Schalldämmung diente. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. 34 der 40 Todesopfer wurden auf der Treppe gefunden, die bei Umbauarbeiten 2015 verengt worden war.
Die meisten Opfer waren sehr junge Menschen. Rund 80 Verletzte liegen weiterhin in Krankenhäusern, einige davon in Deutschland, viele mit schweren Brandverletzungen. Die Bar war für 300 Besucher im Innenbereich und 40 weitere Personen auf der Terrasse zugelassen.
Obwohl jährliche Feuerschutzkontrollen vorgeschrieben waren, wurde die Bar zuletzt 2019 überprüft. Die lokalen Behörden räumten diese Versäumnis ein.
Rechtliche Situation der Betreiber
Jacques Moretti (49) befindet sich in dreimonatiger Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr. Seine Frau Jessica Moretti (40), französische Staatsbürgerin, darf die Schweiz nicht verlassen. Ein Gericht in Sitten verpflichtete sie, Pass und Ausweis zu hinterlegen, sich täglich bei der Polizei zu melden und eine Kaution zu zahlen.
Gegen beide wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Die Verteidigung weist die Verantwortung für bauliche Mängel zurück. Anwältin Nicola Maier sagte dem Westschweizer Fernsehen RTS: "Die Morettis entschieden nicht über die Größe der Treppe oder über die Anzahl der Notausgänge. Es waren Normen, die ihnen auferlegt wurden."
In einem offiziellen Statement erklärten die Morettis: «Wir sind am Boden zerstört und von Trauer überwältigt. Unsere Gedanken sind unaufhörlich bei, den Angehörigen der Opfer, den Opfern, die so brutal und viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden, und bei all jenen, die um ihr Leben kämpfen.» Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

2 godzin temu
![[FOTO] Pożar przy ul. Podkępie. Spłonęła wiata z samochodem. Było groźnie](https://img.czecho.pl/2026/01/617063801_1348390570659988_2776394095562059674_n_4903.jpg)








